Reisewarnung Israel: 5+ Videos von Raketenangriffen und Schlimmerem!

Die aktuelle Reisewarnung Israel des Auswärtigen Amts wurde aufgrund des Raketenangriffs am 13.11.2018 erstellt. Das Video zeigt den Raketenangriff aus dem Gazastreifen. Reisende sind gehalten, die Hinweise aus der Reisewarnung für Israel zu beachten.

Reisewarnung Israel: den Gazastreifen meiden

Die Reisewarnung Israel wurde vom Auswärtigen Amt direkt nach dem Raketenangriff im Gazastreifen aktualisiert. Die Reisewarnung gilt nicht nur für Israel, sondern auch für die palästinensischen Gebiete Westjordanland, Ost-Jerusalem und Gaza-Streifen.

Aktuelle Situation in Israel

In der Nähe des Grenzzauns zum Gazastreifen sieht das Auswärtige Amt das Risiko von Zwischenfällen. Proteste und Kundgebungen am Grenzzaun führen zu Auseinandersetzungen, in deren Verlauf immer wieder Palästinenser verletzt werden und zu Tode kommen. Bereits in den vergangenen Tagen kam es zu Gefechten. So wurde das Staatsgebiet Israels mit Raketen und Mörsern beschossen und seitens des Israelischen Militärs kam es zu Angriffen auf das Gebiet des Gazastreifens. Die Reisewarnung des Auswärtigen Amts rät nicht nur von Reisen in den Gazastreifen, sondern auch ein die gesamte Grenzregion ab.

Video: Raketenangriff im Gaza Streifen

Das Video verdeutlicht, wie ernst die Reisewarnung für Israel zu nehmen ist. Am 13.11.2018 gab es in Israel einen massiven Raketen-Angriff aus dem Gazastreifen. Von der israelischen Armee verlautete, dass etwa 370 Raketen aus dem Gazastreifen auf Israel abgefeuert wurden. Mehrere Wohnungen, eine Bäckerei und Fahrzeuge wurden von den niedergehenden Raketen getroffen.

Reisewarnung für das Grenzgebiet zu Syrien: Straße 98

Das Grenzgebiet zu Syrien liegt vor allem östlich der Straße 98. In dieser Region kam es in der letzten Zeit mehrfach zu Zwischenfällen. In der Reisewarnung Israel wird dringend von einem Aufenthalt im Grenzgebiet zu Syrien abgeraten. Den Anweisungen der dortigen Sicherheitskräfte soll Folge geleistet werden.

Gefahrenpunkte: Checkpoints und Menschenansammlungen

Der israelisch-palästinensische Konflikt richtet sich nicht gegen Ausländer, kann Reisende jedoch recht schnell in gefährliche Situationen bringen. Die Reisewarnung Israel nennt mehrere besonders relevante Situationen und Orte.

  1. Checkpoints in Israel

    Im direkten Umfeld von Checkpoints sind Auseinandersetzungen zwischen Sicherheitskräften und Einwohnern der Region sehr häufig. Daher sollten Reisende Checkpoints wann immer möglich meiden.

  2. Menschenansammlungen in Israel und den Palästinensischen Gebieten

    Menschenansammlungen sind nicht generell mit Konfliktsituationen zu verbinden. Dennoch kann es gerade auch bei friedlichen Menschenansammlugnen geschehen, dass die zunächst konfliktfreie Situation eskaliert und es zu Auseinandersetzungen kommt. Daher sollten Reisende Menschanansammlungen wann immer möglich vermeiden.

  3. Öffentliche Verkehrsmittel in Israel und den Palästinensischen Gebieten

    Terroristische Angriffe sind in Israel auf offener Straße jederzeit möglich. Wer die öffentlichen Verkehrsmittel benutzt, muss sich dieser Gefahr bewusst sein. Das Risiko eines Terrorangriffs besteht permanent.

Reisewarnung Palästinensische Gebiete und vor allem Gaza-Streifen

Von Reisen in den Gaza-Streifen wird abgeraten. Bei den israelischen Angriffen im Rahmen der Operation Protective Egde kam es zu zahlreichen Toten und Verletzten. Bei den israelischen Angriffen wurden auch weite Teile der Infrastruktur in den betroffenen Gebieten zerstört. Dau zählen auch Straßen, die Stromversorgung und die Abwasserverorgung. Darüber hinaus muss mit Blindgängern im gesamten Gebiet gerechnet werden. Dies insbesondere in Trümmern und in abseits gelegenen Gebieten.

Dir örtliche Infrastruktur ist von den kriegerischen Handlungen stark in Mitleidenschaft gezogen. Dies betrifft auch Reisende in der Region.

  • Strom

    Die Stromversorgung ist nur für wenige Stunden am Tag verfügbar.

  • Wasserqualität

    Das Grundwasser gilt als belastet. Wer also Trinkwasser konsumiert setzt sich hier massiven Risiken aus.

  • Treibstoffmangel

    Der Mangel an Treibstoff schränkt nicht nur öffentliche Verkehrsmittel ein. Bei Fahrten mit dem Pkw kann der allgemeine Treibstoffmangel der eigenen Bewegung ein abruptes Ende setzen.

  • Kläranlagen

    Die Kläranlagen sind möglicherweise zerstört oder können mangels Energie nicht betrieben werden.

Zugang zum Gaza-Streifen: nur über Erez

Der einzig mögliche Zugang zum Gazastreifen ist jener bei Erez. Allerdings ist der Zugang von und zum Gaza-Streifen nur für Internationale Organisationen und für humanitäre Fälle möglich. Der Seeweg als Zugangsmöglichkeit wird vom Israelischen Militär gesperrt. Bei einem Zugangsversuch von See her kam es im Mai 2010 zu neun Toten. Der Grenzübergang Erez kann nur mit einer israelischen Sondergenehmigung passiert werden. Im nachfolgenden Video berichtet ein junger Mann über seine Erlebnisse am Grenzübergang von Erez.

Von Ägypten aus gibt es theoretisch einen weiteren Zugang zum Gazastreifen. Es ist der Grenzübergang Rafah, doch dieser ist aktuell geschlossen. Der Grenzübergang wird nur in Ausnahmefällen und nur kurzzeitig geöffnet und kann nicht in die eigenen Reiseplanungen einbezogen werden. Laut den ägyptischen Behörden können dort nur Palästinenser mit gültigen Ausweispapieren der Palästinensischen Behörde passieren.

Reisewarnung Nord-Sinai

Für den Nord-Sinai besteht ebenfalls eine Reisewarnung. Wer eine Einreise in den Gaza-Streifen über den Nord-Sinai plant, sollte davon Abstand nehmen. Für die Reise durch den Nord-Sinai bestehen erhebliche Gefahren.

Reisewarnung Jerusalem, auch Ost-Jerusalem

In Jerusalem bestehen besondere Risiken. Dies gilt vor allem für die Altstadt Jerusalems und dort vor allem für den Tempelberg bzw. Haram Al Sharif. Es sind auch bestimmte Zeitpunkte, an denen die Wahrscheinlichkeit von Auseinandersetzungen oder terroristischen Anschlägen besonders hoch ist.

  • Muslimische Feiertage
  • Jüdische Feiertage
  • Freitage

Wer die Altstadt von Jerusalem besuchen will, sollte dies auschließlich in Begleitung eines ortskundigen Führers tun.

Reisewarnung Israel allgemein

Die Zahl der terroristischen ANgriffe in Israel ist über die Jahre zurückgegangen. Auch sind Ausländer kein Ziel solcher Angriffe. Da man jedoch sehr leicht in einen solchen Zwischenfall verwickelt werden kann, ist stets Vorsicht geboten. Besondere Gefährungen bestehen stets an Bushaltestellen, an Bahnhöfen und in der Nähe von Menschenansammlungen. Hinweise auf aktuelle Gefährdungen bieten die folgenden Webseiten.

Reisewarnung Syrien und Libanon

Das israelische Grenzgebiet zu Syrien und Libanon sollte von Reisenden ebenfalls gemieden werden. Zuletzt am 24. Juli 2018 wurde in diesem Grenzgebiet ein Kampfflugzeug abgeschossen. Oftmals kommt es zum Schlagabtausch zwischen den israelischen Streitkräften IDF und gegnerischen Truppen. Dabei können Raketen und Mörsergranaten niedergehen oder auch Luftangriffe erfolgen. Auch die demilitarisierte Zone auf den Golanhöhen ist hiervon betroffen. Besonders gefährlich wird die Region östlich der Straße 98 eingestuft.

Reisewarnung Ägypten

Die israelisch-ägyptische Grenze ist verschiedentlich Schauplatz von Angriffen. Das Grenzgebiet zu Ägypten ist daher ebenfalls von Reisenden zu meiden. Auch Fahrten entlang der Grenze sollten vermieden werden.

Reisewarnung Westjordanland / Westbank / Straße 60

Israel besetzte 1967 das Westjordanland (Westbank) und die Region ist seitdem regelmäßig von Angriffen und Auseinandersetzungen geprägt. Die israelischen Sicherheitskräfte, jüdische Siedler und die palästinensische Bevölkerung sind hier regelmäßig in Konflikte verwickelt, die zu Toten und Verwundeten führen. Fahrzeuge, welche das Westjordanland passieren, werden oft mit Steinen und Molotow-Cocktails beworfen – sowohl von Palästinensern als auch von israelischen Siedlern.

Wer das Westjordanland bereisen will, benötigt auf jeden Fall einen Reiseführer mit guten Ortskenntnissen. Dies ist auch der konservativen Bevölkerung geschuldet, die sich beispielsweise auch an der freizügigen Kleidung von Touristen stört und unberechenbar reagieren kann. Das Westjordanland ist auch dadurch gekennzeichnet, dass es sehr plötzlich zu bedrohlichen Situationen kommen kann, in denen von den israelische Behörden Ortschaften gesperrt oder auch Checkpoints neu eingerichtet oder geschlossen werden. Dies kann die Bewegungsfreiheit von Reisenden zum Erliegen bringen.

Die Straße 60 ist besitzt einen neuralgischen Punkt an der Gush-Etzion-Kreuzung nahe Hebron sowie um jede israelische Siedlung und vor allem auch an Checkpoints. Das Gleiche gilt generell für Fahrten bei Dunkelheit.

Folgende Orte können unter Annahme einer geringeren Gefährung auch ohne Reiseführer besucht werden.

  • Stadt Bethlehem
  • Stadt Beit Sahour
  • Stadt Beit Jalla
  • Stadt Jericho
  • Stadt Ramallah
  • Straße 1 (Totes Meer)
  • Straße 90 (Jordantal)

Reisewarnung Naturkatastrophen

In Israel gibt es Gefahren durch Naturkatastrophen. Dazu zählen insbesondere

  1. Erdbeben

    Das Merkblatt des Geoforschungszentrums Potsdam gibt hierzu Tipps und rät zu bestimmten Vorsichtsmaßnahmen für das korrekte Verhalten in starkbebengefährdeten Gebieten wie Israel.

  2. Überschwemmungen

    Überschwemmungen kommen vor allem in den Wintermonaten vor. Auch die Region der Negev-Wüste ist für ihre Überschwemmungen bekannt.

  3. Einsturzlöcher / Sink Holes am Toten Meer

    Sink Holes sind Einsturzlöcher von gigantischen Ausmaßen. Die Sink Holes können Größen von bis zu 80 Metern Breite erreichen und bis 20 Meter tief sein. Solche Sink Holes entstehen in nur wenigen Sekunden und können Reisende mit in die Tiefe reißen. Besonders gefährdet ist die Region um das Tote Meer. Die Gefahr von Einsturzlöchern kann minimiert werden, wenn man befestigte Straßen und Wege nicht verlässt. Die Zahl der Sink Holes geht in die Tausende.

     


Bildnachweis: © shutterstock – Titelbild Jevgenijs Nikitins

Über Marius Beilhammer

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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