Reinhold Schmied: Türkei Warnung einfach ignoriert!

Wer wie Reinhold Schmied die Türkei Warnung des Außenministeriums ignoriert, darf sich nicht wundern, wenn er bei seinem Urlaub am Bosporus unerwartete Erlebnisse hat. Als Reinholf Schmied in Deutschland auf dem Frankfurter Airport in den Urlaubsflieger nach Istanbul stieg, hätte er sich selbst in seinen kühnsten Träumen nicht vorstellen können, was ihm in der Türkei und vor allem auf dem Weg dahin widerfuhr.

Reinhold Schmied: Opfer seiner Unvorsicht und Warnung für andere Türkei Urlauber

Als Reinhold Schmied die Lady am Desk erblickte, dachte er nicht mehr an die Türkei-Warnung des Auswärtigen Amts. Er wusste nicht mal mehr, was das war. (#2)

Als Reinhold Schmied die Lady am Desk erblickte, dachte er nicht mehr an die Türkei-Warnung des Auswärtigen Amts. Er wusste nicht mal mehr, was das war. (#2)

Es war gegen 8:45 Uhr, als Reinhold Schmied zum Flug nach Istanbul eincheckte. Er hatte alle Papiere dabei, war bestens präpariert. Es sollte ein Traumurlaub von Anfang an werden, da sollte auch kein vergessenes Reisedokument im Wege stehen. Der Check-in verlief problemlos. Er sah noch seinen Koffer auf dem Förderband der Maschine entgegenstreben. Die Lady am Schalter lächelte ihm freundlich zu. Für einen Moment überlegt er, etwas zu sagen. Diese Augen… Dann aber blickte er zur Tür hinüber, wisperte nur leise ein „Danke…“ zu ihr hinüber.

Reinhold Schmied hatte einen Fensterplatz vor den Tragflächen. Wenn er aus dem runden Fenster sah und den Blick in die Ferne schweifen ließ, war er in Gedanken schon in Istanbul gelandet. Er sah die schlanken Türme der Minarette vor sich. Weiß hoben sie sich vor dem beigefarbenen Einerlei der Häuser ab, versuchten, die Wolken am Himmel zu greifen.

Als die Stewardess im Türkei-Flieger Warnung um Warnung herunterbetete und erklärte, wie im Notfall das Flugzeug über Rutschen zu verlassen sei, hörte Reinhold Schmied nur mit halbem Ohr hin. Seine Gedanken hingen noch bei der Lady am Service-Desk. Ihre braunen Augen hatten es ihm angetan. In Gedanken lief nochmal der Film ab, von dem Abstellen des Koffers vor dem Desk, dem Hinreichen des Flugtickets bis zu den Fragen, bei denen er ins Stocken kam. Er konnte seinen Blick nicht von ihren Augen lösen und als sie ihn das eine oder andere fragte, wusste er nicht, was er antworten sollte. Mechanisch ließ er Worte über seine Lippen purzeln, stand wie gefesselt am Desk. Sie lächelte. Sicher hatte sie seine Verlegenheit bemerkt. Die Warnung des Auswärtigen Amts hatte er in den Wind geschlagen. Er schloss die Augen.

Als er seine Augen wieder öffnete, erblickte er draußen vor dem Fenster die Wolkendecke, die sich unter dem Flugzeug ausbreitete. Die Sonne strahlte mit all ihrer Kraft und er spürte ein Kitzeln in der Nase. Er musste eine ganze Weile geschlafen haben. Wo mochte er sein. „Wir landen gleich.“ raunte ihm der Passgier zu seiner Rechten zu, als er ihn fragend anblickte. Offenbar konnte man ihm seine Frage auf der Stirn ablesen. Er war noch etwas belämmert. Er spürte, dass die Lady am Airport ihn während seines Schlummers beschäftigt hatte. Er brauchte noch ein wenig, bis er recht zur Besinnung kam.

Reinhold Schmied: Ankunft in der Türkei

Ohne Warnung tauchte der Pilot des Türkei Fliegers durch die Wolkendecke. Für einen kurzen Moment war Reinhold Schmied die Sicht aus dem Fenster geraubt. Dann plötzlich sah er vor dem Fenster die große Stadt am Bosporus auftauchen. Eben noch gleißendes Sonnenlicht und nun trübes Grau. Regen schlug gegen die Scheiben der runden Fenster. Durch das Grau erkannte Reinhold Schmied die Konturen der Stadt. Er war sich nicht sicher, aber das musste Instanbul sein.

Reinhold Schmied: in der Türkei – Warnung und Landung

Reinhold Schmied auf seiner Reise in die Türkei: die Warnung des Auswärtigen Amts hatte er in den Wind geschlagen. Vor ihm lag nun Istanbul, die Stadt am Bosporus. (#1)

Reinhold Schmied auf seiner Reise in die Türkei: die Warnung des Auswärtigen Amts hatte er in den Wind geschlagen. Vor ihm lag nun Istanbul, die Stadt am Bosporus. (#1)

Sie verloren schnell an Höhe. Der Pilot schwenkte in eine Linkskurve und die Tragflächen auf Reinhold Schmieds Seite neigten sich der Erde entgegen. Reinhold Schmied erblickte die Lichterketten am Boden. Das musste sicher die Landebahn sein. Er lehnte sich zurück. Wieder eine Warnung im Lautsprecher. Den Gurt anlegen, die Augen schließen. Reinhold Schmied hatte keine Flugangst, aber so ganz geheuer war ihm das Ganze auch nicht. Es dauerte noch fast eine Viertelstunde, bis der Pilot etwas unsanft auf der Landebahn aufsetzte. Der ganze Rumpf des Türkei-Fliegers ruckelte. Weitere lange Minuten. Dann kam die Maschine zum Stillstand. Reinhold Schmied entspannte sich.

Als Reinhold Schmied über die Gangway türkischem Boden entgegenstrebte, wirkte er entspannt. Dies ist das Ende der Geschichte von Reinhold Schmied, von der Türkei und von der Warnung. Wenn er seinen Rückflug antritt, werden wir wieder dabei sein. Versprochen!


Bildnachweis: © shutterstock – Titelbild Enea Kelo, #1 thomas koch, #2 LightField Studios

Über Marius Beilhammer

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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