Die 34 Texte in „Blau is dasselbe in Gelb“ decken ein breites Spektrum urbaner Alltagssituationen ab. Robert Rescue beschreibt dabei satirische Begegnungen im Bürgeramt, skurrile Distelkleie-Probleme und orientierungslose Saugroboter mit trockenem Witz. Ergänzt um Beobachtungen zu Puzzles und Routinen, entsteht eine vielschichtige Sammlung. Selbstironie und präzise Alltagskritik prägen den Stil. Ein satirisches Cover von Marion Alexa Müller greift das Iwo Jima-Motiv auf und verweist auf die bevorstehende Lesung im August.
Inhaltsverzeichnis: Das erwartet Sie in diesem Artikel
Sechster Band Alltagsabsurditäten zwischen Bürgeramt und Saugrobotern präzise beleuchtet
In 34 skurrilen Kurzgeschichten entwirft Robert Rescue ein Porträt des urbanen Alltags als unvollkommen funktionierendes Ampelsystem im Berliner Wedding. Behördengänge, Bildungsoffensive und routinierte Tagesabläufe werden mit trockenem Humor und scharfem Blick auf Absurditäten geschildert. Der Autor verleiht scheinbar banalen Begebenheiten neue Brisanz, indem er ihre Tücken pointiert herausarbeitet und so den Leser vertraute Situationen in überraschend komischer Präzision vor Augen führt. Die ironische Erzählstimme verbindet Gelassenheit mit subtiler Gesellschaftskritik elegant.
Robert Rescue präsentiert satirische Miniaturen zwischen Behördengängen und Puzzle-Fragmenten
Die Miniaturen loten das Spannungsfeld zwischen bürokratischem Alltag im Bürgeramt und den subversiven Gefahren von Distelkleie aus, bevor sie auf orientierungslose Saugroboter treffen. Puzzles mit tausend Teilen und flüchtige Stadtszenen beleuchten kleine Begebenheiten im Großstadtdschungel. Mit trocken-pointierter Sprache und milder Fürsorge analysiert Robert Rescue die Gesellschaft. Seine Geschichten transportieren subtile Kritik, vermeiden moralische Anklagen und eröffnen den Lesern spielerische Perspektiven auf bekannt erscheinende Situationen. Feinfühlig inszeniert, präzise strukturiert und pointiert.
Gelassene Erzählstimme trifft auf spitze Ironie und charmante Alltagsbeobachtung
Robert Rescue präsentiert alltägliche Szenen mit einer Mischung aus stoischer Gelassenheit und spitzer Selbstironie, die den Leser unmittelbar anspricht. Die unaufgeregte Erzählhaltung erinnert an einen Beobachter, der die Welt nüchtern kommentiert und dabei stets Bodenhaftung bewahrt. Dank dieses ruhigen Erzählstils entfaltet jede satirische Miniatur ihre Wirkung. Leser werden ermuntert, vertraute Alltagssituationen mit ironischem Blick neu zu entdecken und mögliche Hürden gelassen anzugehen. Dabei entsteht eine humorvolle Distanz und spürbare Leichtigkeit.
Robert Rescue regelmäßig bei BRAUSEBOYS und Vision & Wahn
Der Verlag Periplaneta Berlin bringt den neuen Kurzgeschichtenband heraus, dessen Lesung Ende August als Solo-Event angekündigt ist. Autor Robert Rescue tritt parallel regelmäßig auf Berliner Lesebühnen auf, darunter bei den BRAUSEBOYS und „Vision & Wahn“. Marion Alexa Müller, Verlagsleiterin, gestaltete das Buchcover als ironische Neuinterpretation von Joe Rosenthals Fotografie „Raising the Flag on Iwo Jima“. Rescue ist außerdem festes Mitglied im Autorenkollektiv zahlreicher Printmedien wie „Neues Deutschland“, „Titanic“ und „TAZ“.
Deutschlandweit auf Lesebühnen aktiv seit 1999 mit vielfältigem Netzwerk
Robert Rescue, geboren 1969 in Hessen, begann seine Laufbahn als Kunststoffformgeber und engagierte sich später als IT-Fachkraft. 1995 richtete er seinen Fokus auf literarisches Schreiben und veröffentlichte erstmals Texte. Ab 1999 ist er regelmäßig auf Lesebühnen in Deutschland präsent und zählt zu den profilierten Mitgliedern der organisierten Vorleseszene. In Zusammenarbeit mit den BRAUSEBOYS und „Vision & Wahn“ baute er ein Netzwerk auf. Seine Publikationsliste umfasst sechs Kurztextbände und einen Roman.
Mit „Blau is dasselbe in Gelb“ legt Robert Rescue einen Band vor, der satirische Miniaturen zum Berliner Großstadtleben versammelt. Humorvolle Beobachtungen und pointierte Selbstironie decken alltägliche Absurditäten auf, von Amtspapieren bis Technikpannen. Jede Geschichte zeichnet sich durch präzise Sprache und trockenen Witz aus, ohne moralischen Ton. Leser erfahren so eine unaufgeregte Gesellschaftskritik, die alltägliche Routinen in neuem Licht erscheinen lässt und zum Schmunzeln anregt. Dieses Werk fordert unterhaltsam Umdenken heraus.

