Effata! Ohren auf!

11.08.2010 | München
KIRCHE IN NOT fördert einen christlichen Radiosender der Diözese Laï

Unser Hilfswerk unterstützt seit zwei Jahren einen katholischen Radiosender in der Stadt Laï, im Süden der afrikanischen Republik Tschad.

Laï ist mit rund 15 000 Einwohnern die größte Stadt der Region Tandjilé. Dort kommt es in der Regenzeit regelmäßig zu starken Überschwemmungen - zwei bis drei Monate im Jahr sind viele Menschen von der Außenwelt abgeschnitten. Für diese Zeiten ist das Radio ein besonderes wichtiges Kommunikationsmittel.

Daher gründete die Diözese Laï 2003 ein privates Gemeinschaftsradio: Radio Effata. Es sendet täglich vier Stunden Programm - zwei Stunden am Morgen, zwei am Abend. Nach eigenen Schätzungen kann es bis zu einer Million Hörer in der Region erreichen.

Sonntags ist Bischof Miguel-Ángel Sebastián Martínez selbst auf Sendung und legt das Evangelium aus. In einer anderen Sendung antwortet ein Priester auf Fragen aus der Bevölkerung, beispielsweise zu den Sakramenten, zum Thema Ehe und Familie oder über Familienplanung. Eine weitere Sendung vermittelt christliche Werte anhand von Erzählungen. Im Beitrag "Echo der Pfarreien" werden die Feste der verschiedenen Gemeinden angekündigt.

Auch weltliche Themen werden behandelt. Radio Effata berichtet über die Politik, Kultur und Landwirtschaft in der Region. Ein Arzt gibt Ratschläge zu Hygiene und Gesundheitsvorsorge, zum Thema AIDS, zu Risiken bestimmter Medikamente. Ein ehrenamtlicher Moderator sorgt für Unterhaltung, spielt Musik, stellt örtliche Künstler vor und gibt Kinotipps.

Der diözesane Sender Radio Effata ist ein wichtiges Organ der christlichen Jugend- und Erwachsenenbildung in der Region.

Der Sender wendet sich an alle Menschen und ist nicht kommerziell, sondern verfolgt einen pädagogischen Ansatz. Hochwertige Beiträge sollen den Hörern durch Informationen und Ratschläge aus ihren alltäglichen Nöten helfen. Vier Übersetzer, die neben Französisch und Arabisch auch mehrere Stammessprachen beherrschen, sorgen dafür, dass Menschen erreicht werden, die weder Französisch noch Arabisch können.

Die eigenen Mittel reichen nicht

Obwohl der Sender bereits mit regionalen und nationalen Organisationen zusammenarbeitet und ihm einmal im Jahr eine Kollekte der Diözese zukommt, reichen die Mittel nicht.

KIRCHE IN NOT möchte den Sender durch finanzielle Hilfen auf eine professionelle und solide Basis stellen. Zukünftig soll er sich selbst finanzieren und auf Dauer seine wichtige Funktion als Organ der Jugend- und Erwachsenenbildung in Tadjilé wahrnehmen können. Helfen Sie uns dabei!

Quelle: Pressemeldung KIRCHE IN NOT / Ostpriesterhilfe Deutschland e.V.

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